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10.05.2010
Kreismusiktag - Ein ganzer Tag voller Musik
Bereits am Samstagabend liessen sich etwa 200 Zuhörer das Gala-Konzert in der Aula Schönau nicht entgehen. Den Auftakt machte die Musikgesellschaft Niederscherli. Dann fetzten die Virtuosen der Swiss Army Gala Band was das Zeug hielt. Schlagzeug, E-Gitarren, Keyboard und vier Bläser teils als Gesangsbegleitung mit viel Technik verstärkt gaben ein imposantes Show-Konzert. Im Festzelt wurde noch bis früh in den Morgen diskutiert, wohl nicht nur über Musik. Am Sonntagmorgen wurden dann die Musikantinnen und Musikanten von 13 Musikkorps des Kreises 3 mit einem Apéro empfangen. Zwischen 8 und12 Uhr fanden in der Aula die Musikvorträge statt. Von Ohrwürmern wie Spinning Wheel, Tijuana Taxi, Foxfire bis zu Czardas, Scottish Dances, oder Infanterie Regimentsmarsch 31 war alles zu hören. Experten besprachen anschliessend an die Vorträge jeweils mit einer Vereinsdelegation ihren Bericht und gaben wertvolle Anregungen für das weitere musikalische Schaffen. Verpflegung gut – alles gut. Es gab Teigwaren, Rüebligemüse mit Geschnetzeltem und ein Glacechübeli. Dann fand zwischen 14 und 15 Uhr auf der Zulgstrasse ein Marschmusikkorso statt. Viele Zuschauer beidseits der Strasse applaudierten den Formationen. Den Abschluss machten die Majoretten zu zwei Märschen des Musikvereins Steffisburg. Über 500 Musizierende spielten schliesslich zwischen den obligaten Ansprachen des OK- Präsidenten Peter Jordi, des Gemeindepräsidenten Jürg Marti, der BOMV-Vertreterin Sabrina Gurtner und den Veteranenehrungen durch den BKMV-Vertreter Thomas Bieri zwei Märsche. Besonders imposant tönte natürlich der obligate Schlusspunkt, unsere Kantonal-Hymne, der alte Berner Marsch. Alles in allem erlebte Steffisburg an diesem Muttertag ein gelungenes Kreismusik-Fest.
r.w.
07.02.2010
Hauptversammlung 2010: Eidgenössisches Musikfest ja oder nein?
Die ersten Traktanden waren wie immer in Rekordzeit erledigt. Nach einer Schweigeminute für unsere verstorbenen Mitglieder Willi Zwahlen und Kari Berger erinnerten wir uns auch an die Geburten bei Corinne Blum und Beatrice Blatter. Die beiden Bläserinnen sind nach ihrer Babypause wieder voll im Vereinsalltag angekommen. Erfreulicherweise konnten wir die 3 neuen Mitglieder Jeanette Fahrni (Klarinette), Florian Lobsiger (Cornet) und Simon Schweizer (Saxophon) aufnehmen. Somit hat der Musikverein 39 Aktive. Der Präsident Philippe Schneider liess die 25 Anlässe des letzten Vereinsjahres Revue passieren. 5 der 8 Tambouren besuchten mehr als 95% aller Anlässe und Proben. Bei den Bläsern waren es 5 von 37 Musikantinnen und Musikanten. Die Kommissionsmitglieder wurden teilweise neu gewählt oder in ihren Ämtern bestätigt. Die Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn und das Budget mit einem Verlust wurden genehmigt. Dann war da die wesentliche Frage: Sind wir nach den eher negativen Erfahrungen vom Kantonalen Musikfest 2009 in Büren bereit für eine Teilnahme am nächsten Eidgenössischen in St. Gallen 2011? Nach einigen Diskussionen wurde die Teilnahme dann doch mit einer guten Zweidrittelmehrheit beschlossen. Es gibt jedoch noch viel zu tun, bis dass der Musikverein Steffisburg in St. Gallen dabei sein wird. Ohne diese Herausforderung würden dem Verein allerdings ein klares musikalische Ziel und damit eine echte Motivation fehlen. - Wir arbeiten daran.
r.w.
18.09.2009
Besuch Musikverein Wiedergeltingen und Jubiläumskonzert
Am Freitag, 11. September um 17:00 Uhr war eigentlich der Empfang unserer Freunde aus Wiedergeltingen bei der Schulanlage Schönau geplant. Leider blieben sie im Stau stecken, so dass wir sie erst kurz vor acht Uhr begrüssen konnten. Mit 10 Alphörnern, einem Ständli und einem Apéro hiessen wir sie dann willkommen. Nachdem sich die Gäste im „Bunker“, wie sie die Zivilschutzanlage nennen, eingerichtet hatten, fand ein gemeinsames Nachtessen statt. Bei gemütlichem Zusammensein wurde die bereits seit 30 Jahren bestehende Freundschaft bis spät in die Nacht oder besser gesagt bis zum frühen Morgen ausgiebig gefeiert. Am Samstag stand dann ein Ausflug nach Brienz, mit dem Dampfschiff „Lötschberg“ nach Interlaken und wieder zurück nach Steffisburg auf dem Programm. Das Hauptereignis war aber ein öffentliches Gemeinschaftskonzert in der Aula Schönau am Samstagabend. Beide Musikvereine spielten einzeln je ihr Programm und zwei Werke sogar gemeinsam. Mei das tönte kräftig. Dabei erlebten wir die Uraufführung des Marsches „Kambly-Team“ von Walter Steck, gespielt vom MVS. An dieser Uraufführung nahmen Herr und Frau Kambly (Verwaltungsratspräsident), sowie Herr und Frau Wahlen (CEO der Firma Kambly, wohnhaft in Steffisburg) teil. Mit der Uraufführung des Marsches „Kambly-Team“, der Hans-Martin Wahlen gewidmet ist, wurde der CEO der Kambly SA geehrt. Besonderen Dank wurde auch dem Komponisten Walter Steck zuteil. Alle Leute im Saal wurden mit einer Tasche voller Kambly-Güetzi verwöhnt. Am Sonntag fuhren wir dann mit unsern Freunden aus Wiedergeltingen nach Heiligenschwendi zu einem gemeinsamen Brunch auf dem Bauernhof der Familie Reusser. In der „Hoschtet“ war alles vorbereitet und es gab urchige Kost, „Züpfe, Burebrot, Anke u Hung, Röschti u Stierenouge, Fleisch u Chäs, Ggaffee oder Moscht, Creme u Merängge“ und noch viel mehr, soviel man mochte. Spontan standen die Wiedergeltinger mit ihren Instrumenten zusammen und spielten in der Hofstatt einige Stücke, bevor wir uns von unseren deutschen Gästen verabschiedeten und sie sich wieder auf den Heimweg machten.
r.wyss
26.06.2009
Kantonales Musikfest Büren a.A.
Nach dem Frühlingskonzert begannen wir mit der Vorbereitung auf das Kantonale Musikfest. An mehreren Marschproben um unser Probelokal und einmal sogar ausgiebig auf der Allmend übten wir die beiden Märsche „Gruss dem Seeland“ von Remo Boggio und „Arosa“ von Oscar Tschuor. Manchmal war es schon ein erbärmliches Züglein mit 3 Viererreihen und einigen Überzähligen. Am Selbstwahlstück „Dakota“ von Jacob de Haan feilten wir in Registerproben und gemeinsam im Probelokal. Endlich erhielten wir das Aufgabenstück „Saphira“ von Dany Nussbaumer. Wie das so ist, am Anfang tönt solche Musik immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber je länger man sich damit befasst, desto mehr findet man sie gar nicht so übel. Es gab jedenfalls viel zu feilen an Intonation, Dynamik und Tempi. Leider waren wir nur selten vollzählig, denn berufliche Verpflichtungen oder Ferienabwesenheiten lichteten immer wieder die Reihen der Aktiven. Schliesslich war es dann soweit. Am Sonntag 21. Juni reisten wir nach Büren. Schon recht früh hatten wir zum Marsch durch das Städtchen anzutreten. Wetten, wir spielen „Gruss dem Seeland“ (Beide Märsche standen bei vielen Korps auf der Anmeldung). Wir versprachen uns nicht allzu viel, schliesslich ist das nicht gerade unsere stärkste Seite. „Tambourbeginn – Vorwärts – Marsch!“ – Alle Köpfe schossen nach oben, Rücken kerzengerade, zackiger Schritt, ging’s los. Spielwechsel und dann durchgehalten bis fast zum Städtchen hinaus. Was hat der Lautsprecher verkündet? „Musikverein Steffisburg – 101 Punkte!“ Das beste Resultat seit vielen Jahren. Die Freude war gross. Dann hiess es warten auf den nächsten Auftritt. Beim Mittagessen im Festzelt wurde das Marschmusikresultat verhalten gefeiert, denn der nächste Auftritt stand uns ja noch bevor. Endlich war es soweit. Einmarsch in die Turnhalle, ziemlich kahler Raum mit Bühne aus Schaltafeln und einer Abtrennung zur Jury ebenfalls aus kahlen Brettern. Ankündigung durch die Speakerin mit ausdrücklicher Mahnung doch bitte die Handys auszuschalten. Wie besprochen, kurzes individuelles Einspielen – eine richtige Kackophonie, dann Stille. Und los – Wir steigerten uns in einen wahren Rausch. Unsere Vorträge waren tempogeladen und dynamisch, voller Leben. Das Kredo des Kommentars war dann allerdings „gehörschädigende Darbietung“. Zugegeben, es war teilweise schon an der obersten Grenze der Lautstärke, (jedenfalls hat man die Handymelodie eines Aktivmitgliedes nicht bis ins Publikum gehört). Aber die Stücke handelten schliesslich von Krieg und Aufruhr und da kann man ja wohl nicht säuseln. Nun gut, das Resultat war dann halt etwas ernüchternd: Aufgabenstück 122 Punkte, Selbstwahlstück 121 Punkte, Total 243 Punkte, Rang 34. Von vielen Zuhörern bekamen wir allerdings positivere Rückmeldungen, unser Vortrag sei lebendig, mitreissend gewesen. Wir haben es abgehakt. Die Vorbereitung auf das Kantonale gab aber dann schon noch gehörig zu reden. Nur, wie soll das besser werden? Heute lassen sich berufliche Termine nur schlecht verschieben und Ferien werden halt auch übers ganze Jahr verteilt, ohne dass man viel wünschen kann. „Musikverein Steffisburg – Vorwärts - Marsch!
r.wyss
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